Hanf als Rauschmittel

...von Haschisch bis Marihuana...

Die Hanfpflanze ist wahrscheinlich eine der ältesten Nutz- und Zierpflanze des Menschen. Sie diente ihm seit jeher als Heil- und Ölpflanze, und als die wohl bekannteste Nutzung des Hanf, nämlich zur Herstellung von Rauschmitteln.

das Canabinoid Tetrahydrocannabinol (THC)

Schon sehr früh bemerkte der Mensch, aufgrund der entspannenden und beruhigenden Wirkung, die Hanfpflanze als Genussmittel. Cannabis, so der Überbegriff aller Rauschmittel, die aus der Hanfpflanze gewonnen werden, ist jene illegale Droge, die weltweit am meisten konsumiert wird. Hauptsächlich verantwortlich für die psychoaktive Wirkung von Hanf ist das Canabinoid Tetrahydrocannabinol (THC), denn es wirkt direkt auf das zentrale Nervensystem des menschlichen Körpers. THC ist das Cannabinoid, das derzeit am besten erforscht ist. Es wirkt als Agonist, das heißt es aktiviert die Rezeptoren im Gehirn und entfaltet auf diese Weise seine Wirkung. Neben der bekannten und sehr beliebten Rauschwirkung, wirkt Cannabis auch entzündungshemmend, gegen Übelkeit und Erbrechen, appetitsteigernd und schmerzlindernd. Aus diesem Grund wird Cannabis auch immer öfter in der Medizin eingesetzt.

Cannabis wird unterteilt in Haschisch und Marihuana

Bei Haschisch handelt es sich um das Harz der Hanfpflanze, das zuerst gepresst wird und anschließend geraucht oder in Fett gelöst werden kann. Beim Marihuana werden lediglich die unbefruchteten, das heißt ohne Samen, weiblichen Blütenstände der Hanfpflanze verwendet. Auch beim Marihuana werden die Pflanzenteile getrocknet und dann geraucht. Die Wirkung von Cannabis kann von Person zu Person sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Allgemein wird jedoch oft von einem sehr beruhigenden Effekt und einem Gefühl der Freiheit und Tiefsinnigkeit berichtet. Cannabis wird meist als Einsteigerdroge oder als weiche Droge bezeichnet.

Diese Bezeichnungen können jedoch die Wirkung des Rauschmittels nicht verharmlosen, denn die Droge kann auch eine krankhafte Bewusstseinsveränderung oder Psychosen hervorrufen. Medizinisch gesehen besteht zwar nicht die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit, eine psychische Abhängigkeit kommt aber nicht allzu selten vor. Die weitaus größere Gefahr ist jedoch, dass nach einiger Zeit des Cannabiskonsums, die Wahrscheinlichkeit auf härtere Drogen umzusteigen, signifikant steigt. Eine toxische Wirkung von Cannabis ist medizinisch gesehen nicht bekannt, das heißt die Gefahr einer Überdosis ist nicht wirklich gegeben.

Die oft gestellte Forderung einer Legalisierung von Cannabis ist trotz allem kritisch zu hinterfragen.