Hanf als Heilmittel - die Heilpflanze

die heilende Wirkung von Hanfpflanzen

Schon im alten China - vor circa 4700 Jahren - bedienten sich die Menschen der heilenden Wirkung von Hanfpflanzen. Ab dem 16. Jahrundert fand man Cannabis als Heilpflanze auch in europäischen Kräuterbüchern von Klostern. Hier wird die Pflanze als Medizin gegen rheumatische und bronchiale Erkrankungen verwendet, später im 19. Jahrhundert wurde es gegen Migräne, Neuralgie, Epilepsie und ähnliche Anfälle sowie Schlafstörungen angewandt. Bis 1898 wurde Hanf in Amerika als häufigstes Schmerzmittel in Amerika eingesetzt, bis es von synthetischen Medikamenten und Aspirin ersetzt wurde. Zwischen 1850 und 1950 gab es in Europa mehr als hundert verschiedene Cannabis-Medikamente. Durch Schwierigkeiten bei der Dosierung bis hin zu paradoxen Nebenwirkungen wurde das Verschreiben von Cannabis-enthaltenden Medikamenten anfang des 20. Jahrhunderts eingestellt.

 

hanf als heilmittel in der medizin

Hanf in der heutigen Medizin

In der heutigen Zeit - richtig dosiert und angewendet - findet die Pflanze wieder verstärkt Beliebtheit in der Heilung von Beschwerden. Anwendungsgebiete sind beispielsweise Krebs- und AIDS-Patienten, die mit Appetitlosigkeit kämpfen und dadurch stark abmagern. Durch die Verabreichung von Hanf-Präparaten weisen diese wieder einen größeren Appetit auf. Leider funktionierte dies nicht bei Magersüchtigen, jedoch sind Erfolge bei Morbus Alzheimer-Patienten zu verzeichnen, welche nach anfänglicher Nahrungsverweigerung durch die Verabreichung von THC (Tetrahydrocannabinol)an Gewicht zunahmen. Hier verminderte sich auch die Verwirrung der Patienten.

Bei Patienten mit starken Schmerzen kombiniert man Cannabis-Medikamente oftmals mit anderen schmerzstillenden Opiaten, wodurch die Wirkung letzterer verstärkt wird. Dadurch müssen nur noch geringere Mengen an problematischen, jedoch potenteren Opiaten zugeführt werden, was diese verträglicher für den Patienten macht. In den USA wurde THC bereits 1985 als Anti-Emetikum - als Mittel geben Übelkeit und Erbrechen - von der Food and Drug Administration (FDA) zugelassen.

  • Cannabis verdampft und inhaliert wirkt sich durch seine Bronchien erweiternde Wirkung besonders positiv auf Asthma-Patienten aus.
  • Bei Epileptikern wird Cannabis verwendet, um die nicht kontrollierbaren Anfälle zu mindern. Teilweise finden auch Tourette-Syndrom-Patienten von geringer Wirkung bis hin zur völligen Symptomminderung Anwendung dieser Pflanze.
  • Bei Depression weist THC eine stimmungsaufhellende Wirkung auf.
  • Im Körper wird Gamma-Linolensäure (GLA) aus Linolsäure gebildet. Ein Mangel an GLA führt zu Stoffwechselerkrankungen. Als eine der wenigen Ölpflanzen, deren Samen GLA enthalten, wird Cannabis auch gegen Neurodermitis, das prämenstruelle Syndrom, rheumatoide Arthritis und diabetische Neuropathie angewandt.

Fazit:

Hanf ist mehr als nur eine Nutzpflanze, Heilpflanze, eine Droge oder ein Futtermittel. Kaum eine andere Pflanze het einen solch hohen Nutzwert und ist dabei selbst so anspruchslos, robust und widerstandsfähig.